Hypno- oder Hypnosetherapie, dem Unterbewusstsein Raum geben

Der Begriff der Hypnotherapie löst so manche Gefühle in uns aus. Von Skepsis über Unbehagen und Faszination vor dem Unbekannten zugleich. Doch immer mehr Menschen haben die Vorteile dieser Behandlung erkannt und profitieren inzwischen von ihren positiven Effekten. Sie sind der beste Beweis dafür, dass diese uralte Technik funktionieren kann. Gerne möchten wir helfen, die Hypnotherapie besser zu verstehen, die unserem Unterbewusstsein Raum verschafft.

Der Ursprung der Hypnose liegt in der griechischen Mythologie. Hypnos = der Gott des Schlafes. Er wacht über den Schlaf der anderen. Sein Sohn Morpheus hingegen ist der Gott der Träume.

Die Definition der Hypnotherapie

Die Hypnose, die von spezialisierten Therapeuten oder Ärzten durchgeführt wird, unterscheidet sich enorm von der Hypnose, die Magier oder dergleichen auf der Bühne zeigen. Bei der therapeutisch/medizinischen Hypnose handelt es sich um einen veränderten Bewusstseinszustand, wie etwa beim Träumen. Dabei wird das Unterbewusstsein, die Seele, angesprochen. Ist diese im Ungleichgewicht, finden sich hier Gründe dafür, die für den Heilungsprozess unerlässlich sind. Man befindet sich während der Hypnose in einem reduzierten Wachzustand, der durch Entspannungstechniken des Therapeuten hervorgerufen wird.

Wie funktioniert die Hypnose?

Zunächst ist eine ruhige und gemütliche Umgebung hilfreich, um sich „fallen lassen“ zu können. Fallen lassen in den beruhigenden Worten des Therapeuten. Sein wichtigstes Instrument ist seine Stimme. Mit dieser bringt er die Teilnehmer in einen entspannten Zustand der Hypnose. Zusätzlich baut er Visualisierungs- und Körperwahrnehmungsübungen ein seine Rede ein, sodass man seinem Unterbewusstsein immer näherkommt.

Damit dies gelingt, ist gegenseitiges Vertrauen und die Fähigkeit, loslassen zu können obligatorisch. Erst dann vergisst man die Welt um sich herum und das übliche Gedankenkarussell verstummt. Diesen Zustand nennt man auch Hyperkonzentration, der Fokus liegt ganz beim Unterbewussten und den Informationen, die es uns offenbart. Auf diese Weise lassen sich Ungereimtheiten eruieren, die Sorgen, Ängste und andere mentale oder auch körperliche Beschwerden begründen. Nun ist es an der Gelegenheit, diese zu beseitigen und das Unterbewusstsein wieder in Balance zu bringen.

Hypnose ist ein entspannter Wachzustand!

Entgegen den Vorstellungen mancher Leute ist man während der Hypnose bei vollem Bewusstsein. Man kann die Situation jederzeit verlassen und bleibt Herr seiner selbst. Der Therapeut verhilft lediglich in den Hypnosezustand, er kann die Teilnehmer aber nicht vollends kontrollieren. Er begleitet uns auf dem Weg zu unserem Unterbewusstsein und schafft die dazugehörigen Bedingungen, hilft uns bei der Beantwortung und Auswahl unserer Fragen und lenkt uns durch die Sitzung. Das allein ist seine Aufgabe.

Wozu ist die Hypnotherapie gut?

Die Hypnotherapie kann auf viele Beschwerden einwirken und wird häufig mit der Schulmedizin in Kombination angewandt. Die Liste der Anwendungsgebiete ist lang und wir haben die wichtigsten zusammengestellt:

  • Stressabbau, häufig ist uns nicht bewusst, was diesen auslöst
  • Ängste und Zwänge bekämpfen
  • In wichtigen Situationen im Leben (Prüfung, Geburt, Hochzeit)
  • Beheben von Schlafstörungen – wenn Gedanken uns wach halten
  • Entwöhnung vom Rauchen oder anderen Süchten
  • Bekämpfung von Traumata – Aufarbeiten von tragischen Erlebnissen
  • Im Fall von sexuellen Störungen oder unerfülltem Kinderwunsch
  • Unterstützend zur Therapie von psychosomatischen Problemen (Essstörung, Hauterkrankungen)
  • Zur Linderung bei chronischen Schmerzen
  • Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Phobien, Neurosen

Reicht eine Hypnotherapie Behandlung aus?

Auch wenn man sich nach einer Sitzung bereits besser fühlt, empfiehlt es sich, mehrere Behandlungen durchzuführen. Denn es klappt nicht immer auf Knopfdruck, in den Hypnosezustand zu gelangen und alle Fragen zu klären. Sollte sich nach ein paar Sitzungen keine Verbesserung einstellen, ist Hypnotherapie eventuell nicht die richtige Methode. Ein seriöser Therapeut wird dies offen ansprechen.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Hypnotiseur und einem Hypnosetherapeuten

Obwohl beide uns in den Hypnosezustand versetzen können, agieren sie völlig unterschiedlich.
Der Hypnotiseur verfolgt keine therapeutischen Ziele, sondern stellt seine Fähigkeit zur Schau. Wir alle kennen die Bilder aus den Medien, wenn sich Menschen auf der Bühne unter der Regie des Hypnotiseurs skurril benehmen.
Der Hypnotherapeut hingegen ist ein in Hypnose ausgebildeter und spezialisierter Behandler, der seinen Probanden hilft, sich selbst zu heilen, ihr Inneres zu ergründen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie findet man den passenden Hypnotherapeuten?

Leider gibt es noch keine offiziell anerkannte Ausbildung als Hypnotherapeut. Dies trifft auf mehrere Bereiche der alternativen Behandlungsmethoden und „Berufe“ zu. Dies kann sich aber jederzeit ändern, da die Therapie immer größeren Anklang findet, besonders in Kliniken und Krankenhäusern.

Folgende Kriterien können bei der Suche nach einem seriösen Therapeuten helfen:

  • Kann er ein Zertifikat über die Absolvierung von mindestens 200 Unterrichtsstunden eines renommierten Instituts vorlegen?
  • Welchen Ruf hat der Therapeut? Gibt es Erfahrungsberichte oder Rückmeldungen?
  • Bietet ihr Arzt, Psychologe, Psychiater oder Neurologe eventuell eine Hypnotherapie an? Sie ist in manche Studiengänge in den Lehrplan aufgenommen worden
  • Kann ihr Arzt eventuell einen seriösen und kompetenten Therapeuten empfehlen?

Ein Vorgespräch kann helfen, die Chemie zu testen und Vertrauen aufzubauen. Beim kleinsten Zweifel sollte man die Suche fortsetzen, da der Erfolg der Sitzung vermutlich gering ausfallen wird.

Welcher Hypnosestuhl ist zu empfehlen?

Während der Hypnose soll sich der Teilnehmer entspannen. Dies gelingt am besten im richtigen Ambiente und in einer gemütlichen Umgebung. Unser LuftiKus, der Alpha Techno FX-2 ist ein Beispiel eines idealen Hypnosestuhl. Sein erfolgreiches Konzept besteht aus dem angenehmen und entspannenden sowie zugleich funktionellen Design.

Der Teilnehmer gleitet dank der Zero-Gravity-Funktion nicht nur in eine bequeme Position, sondern hoffentlich auch sanft in sein Unterbewusstsein vor. Die breiten Sitzflächen erlauben eine Nutzung unabhängig der Größe des Probanden.

Die Vorteile für den Behandler liegen in der einfach durchzuführenden Wartung, Reinigung und Desinfektion der Stühle.

Was passiert bei einer Hypnotherapie-Sitzung?

In der Regel dauert eine Sitzung zwischen 45 Minuten und einer Stunde, je nach Vorgehensweise des Therapeuten. Nachdem der Teilnehmer eine bequeme Position eingenommen hat, beginnt der Behandler ihn mithilfe seiner Stimme und Entspannungsübungen in den Hypnosezustand zu navigieren. Zuvor sollte in einem Gespräch geklärt werden, was der Proband sich erhofft und welche Fragen er beantwortet haben möchte. Auch der Ablauf sollte durch den Therapeuten kurz erläutert werden. Nach der Behandlung oder zu Beginn der Folgesitzung wird das Ergebnis gemeinsam reflektiert und analysiert.

Was kostet eine Hypnosesitzung?

Die Preise können variieren und sind auch regional unterschiedlich. Sie bewegen sich aber in einem Rahmen zwischen 45 €und 85 €. Den Preis bestimmt der Therapeut selbst und man sollte nicht zögern, ihn vorher danach zu fragen.

Gibt es Risiken bei der Hypnose?

Das Risiko liegt im Menschen, nicht in der Methode. Ist der Therapeut unzureichend ausgebildet, kann er nicht auf den Teilnehmer und seine Probleme reagieren. Ist das Werkzeug der Hypnose in den falschen Händen, kann dies gefährlich werden und keine Besserung, sondern Verschlechterung der Beschwerden auslösen. Achten Sie also auf die oben genannten Kriterien bei der Auswahl!

Michael Roedeske

Inhaber der Massagesessel Welt